When we dream, we enter a world that belongs to us entirely.
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Tom

Tommaso, kurz Tom, ist Sophias bester Freund seit dem Sandkasten. Sie kennen sich in und auswendig. Er hat sie schon immer geliebt, manchmal vielleicht nur wie eine Schwester, aber er liebt sie so wie sie ist, und das bedingungslos. Zu Anfang erfährt man nicht wirklich viel über seine Gefühlswelt. Es war schwer für mich einen Charakter zu beschreiben, wenn ich nicht mal selbst Sophias Charakter in Worte packen konnte. Zwar konnte ich Tom so gestalten, wie ich es wollte, aber er musste schließlich auch authentisch rüber kommen.

Tom war, seit dem Tod von Sophias Eltern und später Großeltern, ein wichtiger Teil von ihrem Leben geworden. Er gab ihr Halt wann immer sie ihn brauchte. Er kümmerte sich um sie, ohne etwas zurück zu verlangen. Er war stark für sie wenn sie schwach war und er hatte eine Anziehung auf Sophia, die sie lange nicht begreifen konnte. Zwischen ihnen war immer eine gewisse Spannung zu spüren.

Ich wollte Tom eine bedeutende Rolle geben, wusste aber lange nicht, wie ich das umsetzen sollte, da er ja schon die bedeutende Rolle in Sophias Leben war. Ich wollte ihn nicht einfach nur „existieren“ lassen. Wie konnte ich also seine Persönlichkeit, seinen Charakter, seine Stärke und seine Liebe zu Sophia noch mehr zum Ausdruck bringen? Ich ließ ihn zu einem Vampir werden. Zu einem Vampir, der krampfhaft an das Gute und an der bedingungslosen Liebe festhielt und so zu seiner inneren Stärke fand. Der aber auch große Gefühle zulassen und diese auch offen zeigen konnte.

Daneben gelang es mir, ihn auch einfach nur ein Mann sein zu lassen. Ich behaupte, das jetzt mal einfach so. Er sah Frauen mit Interesse nach (Stella in der Lounge) und war auch anderen sexuellen Abenteuern nicht gänzlich abgeneigt. Urinstinkt des Mannes. Ebenfalls war er sich gerade zu Anfang seiner Ausstrahlung und seiner Wirkung auf Frauen durchaus bewusst und genoss das Spiel mit der Lust. Und zickigen Frauen bot er die Stirn oder ließ sie gänzlich links liegen (Francesca).

Seine Bestimmtheit und sein Sinn für die Gerechtigkeit traten später deutlicher hervor. Er war nicht selbstgefällig und egoistisch, nur  absolut fair und blieb sich selbst loyal.

 

Jedes Mal wo Tom ohne Sophia war, konnte ich seinen Charakter besser verstehen und beschreiben. Seien es die Diskussionen oder Gespräche mit Francesca und Ben oder seine Momente wo er alleine mit sich war. Es war für mich ein absolutes Muss, dass er am Ende diese tragische und bedeutende Rolle spielte.  Tom ist einfach zu gut, zu stark und zu liebenswert als dass er als ein böses Wesen durchging. Er selbst sah sich nicht mal als solches. Tom ist auch Realist, in der mystischen Welt in der er sich befindet. Dadurch gelang es ihm immer wieder alle auf den Boden der Tatsachen zurück zu holen. Er ging oftmals impulsiv an die Sache, blieb aber dennoch immer absolut ehrlich und fair.

 

Ich muss auch ehrlich gestehen, dass ich mich, nicht nur in seine blauen Augen, seine breiten Schultern und seinen Charakter verliebt habe, weil ich ihn erschaffen habe und er einfach so ist wie ich ihn sehen wollte. Nein, ich liebe ihn, weil ich durch Tom wieder an die bedingungslose, eine große Liebe glauben konnte und durfte. Er wurde zu einem perfekten Paket aus bestem Freund und Partner fürs Leben, mit einer gehörigen Portion Männlichkeit.

 

...Tom ist nicht nur Sophias Schicksal, sondern auch mein ganz persönliches...