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Mein Resümee zu den Nicholas Sparks Verfilmungen

Aufmerksame Nicholas Sparks-Fans haben sicher gemerkt, dass mindestens zwei Verfilmungen fehlen.  A Message in a Bottle  und Das Lächeln der Sterne fehlen. Da ich aber nur über Filme schreibe, die ich auch wirklich selbst gesehen habe, kann ich über diese beiden nichts berichten. Deshalb nur diese Verfilmungen. Die neuen Filme werden dann kommen, sobald ich sie gesehen habe.

 

  • Musik spielt in Nur mit dir und Mit dir an meiner Seite eine wesentliche Rolle. Parallel gibt es auch in der Story. Rebellischer Teenager (Landon und Ronnie) lässt sich auf die Liebe ein und beide Leben verändern sich. Wobei es bei Nur mit dir eher um eine musikalische Darbietung von Mandy Moore geht, die Shane West in seinen Bann ziehen sollte. Es gelingt ihr auch, dennoch ist die schauspielerische Leistung hier eher zweitrangig, da nicht überzeugend genug dargestellt. Auch wenn Miley Cyres bei ihrer Verfilmung den Titelsong beigesteuert hat, beruht dieser Film auf wesentlich mehr Tiefe. Vielleicht liegt es auch daran, dass Miley mehr schauspielerische Erfahrung mitbringt. Aber auch die Harmonie zwischen den Darstellern ist bei The Last Song sichtbarer als bei Mandy und Shane. Miley spielt die Ronnie als sei sie sie selbst und Liam verliebt sich nicht nur im Film.

 

  • Die Thematik bei Wie ein einziger Tag und Das Leuchten der Stille ist eine ähnliche. Beim ersten Film geht es um die Liebe und Wirrungen des Zweiten Weltkriegs und beim zweiten um die Anschläge im September 2001, die ebenfalls eine Liebe auf die Probe stellen. In beiden Filmen möchte man an der Liebe beider Paare festhalten. Man sieht jede Kleinigkeit, die die Momente besonders machen. Angefangen von verzweifelten Gesichtsauszügen (John als er Savannah auf die Stirn küsst) bis emotionalen Gefühlsausbrüchen (Allie zu Noah beim Wiedersehen), man kann alles genau nachvollziehen, sieht und spürt den Film. 

 

  • Der dritte Film, der sich mit der „Kriegsthematik“ beschäftigt ist, The Lucky One. Logan ist ein traumatisierter Soldat, der nach drei Einsätzen im Irak versucht sein Leben wieder zu finden. Warum ausgerechnet hatte er dieses Glück? Was hat das Schicksal für ihn vorgesehen? Neben der wunderschönen Landschaft von North Carolina besticht der Film von einfühlsamer Geschwindigkeit und wirklicher Tiefe. Ähnlich wie bei Dear John sieht man wie sich die Darsteller von der ersten Begegnung an, in einander verlieben. Behutsam wird der Zuschauer mit der Dramatik beider Leben konfrontiert. Wie Savannah tritt auch Beth wie ein rettender Engel auf. Dabei spielt Zac Efron Logan so überzeugend, wie es auch Channing Tatum getan hat. Durch die kleinen Details, die jeder Schauspieler seiner Rolle gibt, werden die Momente so groß.

 

  • Save Haven ist dramatischer, aber nicht weniger gefühlvoll und emotional. Wieder ist North Carolina Schauplatz dieser Geschichte. Sie ist aber etwas mystischer und es ist so befreiend, dass am Ende die Geheimnisse wegen der Liebe gelüftet werden können. Julianne Hough spielt die Katie so überzeugend und liebenswert, dass man sie von Anfang an beschützen möchte. Sie flüchtet in ein neues Leben und vertraut nur langsam. Josh Duhamel geht in der Rolle des alleinerziehenden Vaters von zwei Kindern total auf. Beide Darsteller harmonieren und man sieht die entstehende Liebe in jeder Szene.

 

  • "Deine erste Liebe vergisst du nie", steht noch auf dem DVD-Cover und wie wahr das doch ist. Zumindest wenn man nach The Best of Me geht. Dawson, ein eher schüchterner Junge mit einer ziemlich schweren Kindheit, trifft das wohlhabene aufgeschlossene Mädchen Amanda. Eine Highschool-Liebe, die mit jedem neuen Wiederstand wächst. Allerdings trennen sich die Wege der Beiden durch einen unglücklichen Unfall recht schnell. Die Sterne meinen es nicht gut mit ihnen. Als Dawsons Ziehvater Tuck verstirbt, treffen sich beide an dem Ort wieder, wo ihre Liebe einst den Anfang fand. Amanda ist unglücklich verheiratet und hat einen Sohn. Ihre Liebe entfacht aufs Neue und Wunden werden geheilt. Doch einfach so kann Amanda ihr jetziges Leben nicht aufgeben, auch wenn Dawson nun auf sie warten würde. Das Ende ist nur für einen von beiden ein wahres Happyend. Den Schauspielern glaubt man ihre Rollen schon, auch wenn man merkt, welches Paar hier mehr Erfahrung vor der Kamera hat. Neben den sanften Bildern, hatte die Kulisse wieder alle Erwartungen an Nicholas Sparks erfüllt. Der Blick auf die sichtbaren Gefühle der Schauspieler ging etwas verloren.

 

  • Ich weiß nicht mehr, was es genau war, was mich an Kein Ort ohne Dich so beeindruckt hat. Vielleicht lag es wieder an North Carolina, vielleicht weil es um Cowboys ging oder daran, dass Nicholas Sparks wieder zum Produzententeam gehörte. Fakt ist aber, dass dieser Film ein Muss für die Fans der Verfilmungen von Mr. Sparks ist. Wunderschöne Landschaftsbilder und eine wirklich herzerwärmende Liebesgeschichte. Um genau zu sein, geht es um zwei Liebesgeschichten, die ineinander laufen und so schicksalhaft wie dramatisch sind. Wo Ira und Ruth mit Eheproblemen zu kämpfen haben, weil Ruth Kinderwunsch unerfühlt bleibt, riskiert Luke fast sein Leben für seinen Traum. Es sind unterschiedliche Geschichten, aber dennoch sind sie in der Grundstruktur gleich - und am Ende ist wie immer die Liebe stärker als alles andere. Britt und Scott sind ein Traumpaar auf der Leinwand. Ich mochte besonders die ruhigeren Momente der Beiden, weil sie unglaublich stark und gefühlvoll waren. Oona und Ira sind zusammen gewachsen, teilten ein Leben mit allen Höhen und Tiefpunkten und fanden immer wieder zueinander. Schauspielerisch waren es Meisterleistungen. Man versinkt in den Blicken, spürt und sieht die Gefühle und ist genauso traurig, wie die Charaktere. Nicht auch Dank des feinen Gespürs von Mark Isham für die richtige Musik. Und dass es um Cowboys, Pferde und Bullenreiten geht, machte The Longest Ride zu meinem neuen Favoriten.

 

  • Die Story in The Choice wurde schon oft erzählt: draufgängerischer Junggeselle trifft auf bodenstängige und kluge Schönheit, beide können sich erst nicht wirklich leiden, verlieben sich aber dann doch und sie leben glücklich bis dann... ja... bis dann ein Schicksalsschlag alles verändert. Nun könnte man meinen, dass es ziemlich vorhersehbar sein muss. Doch irgendwie war es nicht so. Mit Witz und bewegenden Momenten ist man auf Vieles was in der Handlung passiert nicht vorbereitet. Teresa Palmer scheint diese Rolle auf den Leib geschrieben zu sein - ihr nimmt man die Rolle der Gabby vom ersten Moment an ab. Bei Benjamin Walker als Travis merkt man leider manchmal, dass ihm etwas fehlt. Tiefe Gefühle kann er schauspielerisch nicht ganz so ausdrücken, dass es glaubwürdig erscheint. Die Handlung nimmt zur Mitte ordentlich Fahrt auf. Wenn sich die beiden Charaktere endlich gefunden haben, heiraten sie sofort und bekommen innerhalb 10 Spielminuten 2 Kinder. Nachdem Schicksalsschlag beruhigt es sich wieder und geht deutlich in die Tiefe der Gefühle. Die Veränderung an Travis hängt aber in der darstellerischen Umsetzung gewaltig. Erst nach gut 3/4 des Films kommt man ihm wirklich nahe. Dennoch ist es eine überaus romantische Verfilmung, die zum Nachdenken anregt. 

 

Fazit zu allen Filmen

  • Je mehr Nicholas Sparks seine Finger im Spiel bei den Verfilmungen hat, desto größer, emotionaler und gefühlvoller werden die Filme. Wahrscheinlich liegt es aber auch am Fortschritt der Technik um Filme heute zu produzieren. Schließlich liegen schon 13 Jahre zwischen Nur mit dir und The Longest Ride. Nichts desto Trotz, seine Liebe zu North Carolina teile ich seit The Lucky One total.

 

  • Mein erster Film war Mit dir an meiner Seite, gefolgt von The Notebook. Ich habe nicht ein einziges Buch gelesen. Dennoch reichten mir die Filme, um an die Liebe zu glauben und absoluter Fan zu werden. Vielleicht ist es typisch Frau, aber allein durch die Thematiken, Dramatik und Tiefe der Filme, denke ich nicht, dass es nur "Frauen-Schnulzen" sind.

Wobei Nur mit dir für mich ein Teenie-Film ist, der erst noch erwachsen werden muss, es aber wohl niemals mehr wird. Shane West fand ich da noch am Besten, obwohl er schon mehr Erfahrung als Schauspieler hat im Vergleich zu Liam Hemsworth. Allerdings war The Last Song (OT) viel erwachsener und tiefgreifender von der Geschichte. Miley Cyres spielte für mich ihre beste Rolle als Ronnie Miller. Auch die Tatsache, dass sich Liam und Miley bei den Dreharbeiten ineinander verliebten, machten diesen Film so besonders und stark.

 

  • Durch die berühmten Darsteller überzeugt Wie ein einziger Tag. Aber auch durch die super Bilder und die Kostüme der 40er Jahre, besticht der Film und berührt zu tiefst. Das Ende von Das Leuchten der Stille war nicht so wie man es erwarten möchte, da es wohl eher offen gelassen wird. Ich fand daher, dass der Film etwas an Emotionalität verloren hat. Channing Tatum hat so viel Gefühl gezeigt und das verschwand irgendwie. Wahrscheinlich aber auch weil es so in der Geschichte "geschrieben" steht.

 

  • Mein absoluter Lieblingsfilm ist aber The Lucky One. Ich habe Zac Efron noch nie so gut gesehen. Tiefgehende Rollen kann er spielen, seit ich ihn in Wie durch ein Wunder (2010) gesehen habe. Mit Taylor Schilling an seiner Seite überzeugt der Film einfach. Man kann sich genau in die Schauspieler hinein versetzen und man sieht und spürt die Gefühle. Alles passt genau, ob es der perfekte Sonnenuntergang beim erlösenden Kuss war oder einfach die Dialoge im richtigen Moment. Dass Zac Efron dabei einfach Hammer aussah, war die Kirsche oben auf. Ja, auch Josh Duhamel und Jules Hough bestechen nicht nur durch ihre Schönheit. Save Haven war spannender und mystischer als alle anderen Filme. Ich war so glücklich über dieses Ende, denn es siegte wie immer die Liebe, auch wenn Katie nicht mehr an sie geglaubt hatte.

 

  • Zu The Best of Me muss ich sagen, dass mich das offizielle (Kino-)Ende enttäuschend hat, da es leider etwas vorhersehbar war. Es war so dramatisch und ich habe mir so die Augen ausgeheult, aber man ahnte bei der ersten Änderung der Geschichte was passierte. Dawsons Vergangenheit holte ihn in einem Moment ein, wo er eigentlich (zurück in der Heimat) ein zufriedenes Leben führte. Und auch Amanda war zurück bei ihrer Familie. Doch das Schicksal veränderte beide Leben für immer.

In der "TrueLove"- Fassung auf der DVD ist es nicht so dramatisch und es gibt ein schönes (richtiges) Happyend. Wirklich besser finde ich es aber nicht. Für den Film und den Lauf der Geschichte passt es nicht. Die eigentliche Dramatik verdeutlicht nur die unsterbliche Liebe zwischen Dawson und Amanda. Für mich ist es ein Film der eher ins Genre "Drama" gehört und nicht unter "Romantik". Die wunderschöne Kulisse (das Landhaus von Tuck) ist beeindruckend, lenkt Gott sei Dank nicht ab, reißt einen aber auch nicht in die emotionale Tiefe. Man bleibt bei den Darstellern und fühlt mit ihnen. Sie reißen einen mit. James Marsden und Michelle Monaghan harmonieren erstklassig und sehen als Paar umwerfend aus. Bei Luke Bracey hat mich gestört, dass er wesentlich älter aussieht als ein Highschool-Absolvent, was schade ist, da ich ihm die Rolle nicht immer glauben konnte. Auch wenn Nicholas Sparks hier wieder an der Produktion beteiligt war, hat er mich insgesamt nicht so sehr überzeugt, wie bei den Vorgängern.

 

  • "Zartfühlende Romanze..." steht auf der DVD als TV Spielfilm Zitat. Und das beschreibt Kein Ort ohne Dich nicht im Geringsten. Eine Romanze ist für mich eine kurzweilige Liebesgeschichte und das stimmt hier so mal gar nicht. Alleine schon nicht, weil die Liebe zwischen Ruth und Ira fast ein ganzes Leben lang überdauert. Auch wenn sich kurz trennen, finden ihre Herzen wieder zusammen und DAS zeigt von einer großen Lovestory!

Zartfühlend wiederrum passt ganz gut zum Anfang und zu den ruhigen Momenten beider Paare. Wie Luke, der eigentlich harte Cowboy und Bullrider, mit der taffen und zurückhaltenden Sophia umgeht ist altmodisch, romantisch und gefühlvoll zugleich. Er läßt zu, dass sie ihn knackt und nah an sich ran. (Na ja, dürfte ihn aber auch nicht gerade schwer fallen - Himmel, sieht Scott in Jeans schwarf aus.) Sophia ist zielstrebig, klar strukturiert und Karriere orientiert. Sie erkennt aber durch Briefe des alten Ira worauf es im Leben wirklich ankommt. Als sie hinter Lukes wahren Gesundheitszustand kommt und von Iras und Ruths unerfüllten Schicksalschlag erfährt, besinnt sich Sophia auf die kostbaren Momente im Leben. Genau diese Botschaft macht diesen Film zu einem Meisterwerk, ganz im Nicholas Sparks Stil.

 

  • The Choice war für mich irgendwie eine Enttäuschung. Zwar ist dieser Film von der Storyline einer der erwachsensten Verfilmungen, aber ich hatte mehr oder was anderes erwartet. Wahrscheinlich lag es aber daran, dass diese Handlung wie im realen Leben sein könnte. Ich war aber von Benjamin Walkers Leistung nicht überzeugt. Obwohl ich bei einem übertrieben dargestellten "Playboy" auch nicht begeistert gewesen wäre. Da muss ich dann doch sagen, dass er seine Rolle realistischer wirken ließ. Irgendwie mag ich The Choice wegen seiner romantischen Realität und irgendwie, gerade deshalb, auch wieder nicht. Unvergesslich sind natürlich wieder die Landschaftsbilder von North Carolina. Nach nun neun von mir gsehenen Film ist Nicholas Sparks' Handschrift unverwechselbar! Und, ja, wir sind alle mit dem Autor gewachsen... Nicht nur die Geschichten sind reifer, auch der Leser bzw. Zuschauer...

 

---> The Longest Ride bleibt insgesamt immer noch mein Lieblingsteil. Das aber wohl nur weil ich zu Pferden, Cowboys und Rodeo eine besondere innere Beziehung habe. Platz 2 müssen sich The Lucky One und Save Haven teilen. Platz 3 geht an alle anderen...