When we dream, we enter a world that belongs to us entirely.
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Zum ersten Mal

Dies ist die erste Geschichte - unveröffentlich. 

 

Den Download findet ihr ganz unten.

 

„Kurz und schmerzlos“, dachte ich. „Mal wieder, viel zu kurz…“

Ich legte mein Smartphone zur Seite, rollte mich auf die andere Seite des Bettes, kramte einen nahtlosen Slip aus meinem Nachttisch und stand mit einem kleinen Seufzer auf. Dieses Mal hatte es wohl weniger als drei Minuten gedauert um zum Höhepunkt zu kommen. Na ja, ich hatte mich vorher auch ausgiebig der Haarentfernung und der allgemeinen Körperpflege hingegeben und wenn man dann so viel an sich selbst rumfummelt… reicht halt ein kleiner kurzer Pornofilm vom Handy um schnell Befriedigung zu finden.

Ich zog mir also einen schwarzen BH, ein schwarzes Top an und unten rum einen schwarzen Sportrock, weil die Haut in meinem Intimbereich durch das Epilieren und Zupfen sehr empfindlich war. Es musste also etwas Weites und nicht durch irgendwelche Nähe Kratzendes sein. So fand ich mich, mich selbst betrachtend, vor dem Spiegel wieder. „Man, bin ich braun“, dachte ich. In der Tat hatte mir die Sonne der vergangenen Tage und Wochen eine richtig schöne Haut verpasst und durch mein schwarzes Outfit wirkten meine blonden Haare noch viel intensiver.

 

Okay, zurück zur Arbeit… Ich erledigte meine Pflichten in meiner Wohnung, aß eine Kleinigkeit und machte mich dann auf zum Einkaufen. Die Sonne brannte und ich war froh um den kühlenden Wind. Es war so unfassbar heiß. Aber die dunklen Wolken, die von Westen langsam immer näher kamen, sollten die entsprechende Abkühlung ankündigen. Ich hoffte nur, dass es nicht wieder so ein schlimmes Unwetter geben würde, denn meine Pflanzen auf der Dachterrasse würden es nicht sehr begrüßen. Ich flüchtete mich also regelrecht in den klimatisierten Supermarkt.

Beim Anblick der dunkelroten Erdbeeren am Obststand musste ich unweigerlich grinsen. „Dunkelrote Erdbeeren küssen süßes Vanilleeis und wurden liebkost von leicht warmer Schokosoße“, ging es mir durch den Kopf. Im selben Moment erschien ein Arm vor meinem Gesicht und ich machte leicht erschrocken einen Schritt zur Seite. Eine ältere Frau griff nach einer Schale mit der verführerischen Frucht. Somit waren es nur noch fünf Schalen und ich überlegte immer noch ob ich mich wirklich diesem Genuss hingeben sollte. Eigentlich wollte ich nur eben etwas Brot, Tomaten und etwas zum Trinken holen. Ich überlegte immer noch…packte aber schon mal zwei Äpfel in eine Plastiktüte, damit es nicht so auffiel, dass ich mir zum zweiten Mal die Erdbeerenschalen ansah… „Vanilleeis musst du dir dann auch noch kaufen“, erinnerte ich mich, als ich in Gedanken mein Gefrierfach absuchte.

 

An der Kasse musste ich dann doch mit EC-Karte bezahlen, weil ich Dinge eingekauft hatte, die ich eigentlich nicht auf den Plan hatte. Und ja, die Erdbeeren waren auch Bestandteil des Einkaufs. Ich hatte dann nur ein kleines Transportproblem. In meiner kleinen Leinentasche hätten die eigentlich einzukaufenden Dinge locker Platz gehabt, jetzt musste ich aber neben Milch, drei Getränkeflaschen, Pflegeprodukten und einigen in großen Pappkartons verpackten Gerichten auch noch die Erdbeeren verstauen. Vom Waschmittel mal abgesehen. Während ich also mit dem Eintüten und Wie-trage-ich-was beschäftigt war, wurde der Typ nach mir bereits abkassiert. Zu dumm aber auch, dass ich nicht wenigstens meinen Shopper mitgenommen habe.

 

In dem Moment wo ich die freundliche Kassiererin fragten wollte, ob ich die Erdbeeren und die Getränke an der Kasse stehen lassen durfte um sie gleich abzuholen, kam mir der Typ zuvor.

„Kann ich dir vielleicht helfen?“, fragte er freundlich und grinste mich an.

Perplex wie ich war, sagte ich nur: „Danke, das geht schon… irgendwie“, und versuchte mir die Flaschen unter den Arm zu quetschen.

„Sicher?“, fragte er wieder und fing im passenden Moment eine Flasche auf, die mir aus der Hand rutschte. War ja irgendwie auch klar, dass das passieren musste. „Nee“, grinste ich und nahm dann dankbar seine Hilfe an.

 

Auf dem Weg zu meinem Auto wäre ich am liebsten im Erdboden verschwunden, denn der Typ war nun voll bepackt mit meinen Einkäufen. Ich fragte mich, was er eigentlich für sich selbst  eingekauft hatte. Gekonnt hatte er sich die Flaschen und einige Kartons auf den Arm gestapelt und ich durfte vorsichtig die Erdbeerschale oben drauf stellen. Dabei fiel mir auf wie groß er doch war. Und auch dass er starke Arme hatte. Wie eine Entenmama ging ich voran zu meinem Auto und grinste in mich hinein. „Hätte ich mir doch nicht vorgestellt, wie die Erdbeeren mit dem Eis schme… Scheiße!“ Ich blieb so abrupt stehen, dass der Typ beinahe in mich hinein gelaufen wäre. Er schwankte und ich griff reflexartig nach den Einkäufen auf seinem Arm. „Tut… tut mir leid“, stammelte ich. „Mir ist nur gerade eingefallen, dass ich was vergessen habe.“

Er richtete sich wieder auf und grinste mich schief an. „Du willst jetzt aber nicht, dass ich es dir hole oder?“

„Äh… quatsch…“ Was sollte ich auch schon so schnell darauf antworten? Mein durchtriebenes Ich hätte ihn wahrscheinlich verführerisch angelächelt und ihn gefragt, ob das ein Angebot sei. Aber wie immer, braucht mein Köpfchen meist etwas länger. Also drehte ich mich zu meinem Auto um, öffnete die Kofferraumklappe und nahm ihm die Sachen ab. „Herzlichen Dank. Das war wirklich nett“, sagte ich und legte die Flaschen so hin, dass sie nicht verrutschen konnten.

„Gerne doch“, erwiderte er und strich sich über seine nackten unter Arme. Für eine gefühlte Ewigkeit grinste er mich nur an und stand einfach nur so da. „Er sieht echt gut aus und er riecht auch noch unverschämt gut… Was das wohl für ein Parfüm ist… Was hat er für eine Augenfarbe…Ist das blau…“

 

Ich nahm meinen Schlüssel und mein Portemonnaie und schlug die Kofferraumklappe zu. „Na dann, danke nochmal“, sagte ich und wurde das leicht betretene Gefühl nicht los. Blöde Schüchternheit aber auch. Ich verfluchte mich innerlich und wünschte mein durchtriebenes Ich würde dieses Mal stärker sein. Ich schloss mein Auto wieder ab und machte einen Schritt zurück Richtung Eingang. Er grinste nur und machte ebenfalls einen Schritt. Ich machte einen weiteren Schritt und grinste ihn zurück an. Was wollte er? „Ich muss nochmal rein…“ Ich wusste gar nicht, warum ich das gesagt hatte. „Du solltest dich beeilen, damit der Rest im Auto nicht auftaut“, riet er mir. Ich nickte nur und bemerkte, dass ich mittlerweile schon rückwärtsgegangen war. Dann endlich machte er auch Anstalten zum Gehen. Sein Grinsen werde ich nicht so schnell vergessen.

 

Der Typ hatte meinen Kopf so durcheinander gewirbelt, dass ich zweimal an den Truhen mit dem Eis vorbei gelaufen war. Ich genoss die Kühle beim Hineingreifen und war dankbar, dass mein Verstand auch wieder zurück kam. An den zwei Kassen war es dann leider etwas voll, so dass mir das kalte Eis an den Fingern schon etwas weh tat. Vor dem Ausgang hatten sich auch einige Menschen versammelt und als ich an ihnen vorbei sah, bemerkte ich, dass es aus Eimern regnete. War ja klar! Ich hatte mal wieder so rum geklüngelt. Ich musste an meine Blumen denken und verfluchte alle Menschen, die auf einem Samstag einkaufen gingen, weil ich fast auf der anderen Seite des Parkplatzes parken musste, weil es ja sonst keine Tage gibt an denen man einkaufen gehen konnte. Verdammt!

 

Ich war ja nicht aus Zucker, also schob ich mich an den anderen Menschen vorbei und wollte mutig dadurch rennen. Ja, ich wollte… sah aber mein Auto nicht sofort. Dazu kam, dass ich mit den Flip-Flops auch nicht wirklich rennen konnte. Ja, ich hatte Flip-Flops zum Autofahren angezogen. Der liebe Gott hat mich mit Regen bestraft. Es nutzte aber alles Schimpfen nicht, ich musste wohl oder übel dadurch.

„Soll ich dich zum Auto bringen?“ Erschrocken sah ich neben mich und musste grinsen. Da stand der Typ wieder. In einer Hand einen großen roten Regenschirm.

„Verfolgst du mich etwa?“

„Nein! Ich war nur zufällig in der Nähe“, scherzte er und bot mir galant seinen Arm an.

„Ach so, na dann. Gerne! Welch ein schöner Zufall“, bemerkte ich und hakte mich bei ihm ein. Wir schlängelten uns an den geparkte Autos vorbei und bis auf meine Beine wurde ich trocken zum meinem Auto geleitet. Ich dreht mich zu ihm um mich bedanken zu können. Dabei war er mir dann auf einmal sehr nahe. Und dann schien irgendwie die Zeit still zu stehen.

 

Wir sahen uns sehr lange in die Augen. Dann strich er mir mit der freien Hand eine Haarsträhne aus dem Gesicht und kam mit seinem Gesicht immer näher. Unwillkürlich hob ich meine Hand und legte sie an seine Brust. Ganz langsam und sanft berührten seine Lippen meine. Es kribbelte im selben Moment überall auf meiner Haut. Seine Finger packten meinen Nacken und er zog mein Gesicht zu sich. Er küsste mich fordernd aber auch leidenschaftlich. Ich öffnete meinen Mund etwas und züngelte nach seiner Zungenspitze. Wie kleine Elektroschläge fuhr es durch meinen Körper. Ich presste meine Hüfte leicht an seine. Oh Gott, wie er doch zu meiner Schwäche wurde. Er roch und sah nicht nur gut aus, er schmeckte auch unverschämt gut. Die Erdbeeren und das Vanilleeis waren vergessen…

 

Er musste den Regenschirm aus der Hand verloren habe, denn der Kuss endete abrupt mit dicken Regentropfen in meinem Gesicht. Wir mussten beide lachen und somit ran die Zeit auch wieder weiter. Leider. Ich war dem Typen aber total verfallen und grinste ihn an, wie ein kleines Kind. Er sah mich mit seinen blauen Augen an und fuhr mit seinem Daumen über meine Wange um mir den Regen weg zu wischen. Ich wollte mehr… mehr von ihm… mehr fühlen…

 

„Ab nach Hause mit dir. Das Eis schmilzt“, flüsterte er mir ins Ohr und küsste mich noch einmal kurz. „Was?“, fragte ich total fassungslos.

Er machte einen kleinen Schritt zurück und ich drehte mich halb um, um die Fahrertür auf zumachen. Er war darauf bedacht, dass ich trocken einsteigen konnte.

„Ich hoffe, der Zufall wird dich wieder in meine Nähe führen“, sagte ich immer noch leicht außer Atem und vernebelt. „Schicksal“, war alles was er noch sagte, dann machte er die Autotür zu und schenke mir noch ein freches Grinsen, bevor er sich umdrehte und im Regen verschwand.

 

 

Fortsetzung folgt im PDF

 

Zum ersten Mal
Eine erotische Kurzgeschichte aus Sicht einer Frau, die einen unerwartet heißen Shoppingmoment und ein aufregendes Date hat.
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