When we dream, we enter a world that belongs to us entirely.
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Der Fotograf

Achtung - Information zur Geschichte!

 

Auch diese Geschichte wurde mir freundlich zur Bearbeitung und Veröffentlichung überlassen.

 

Ich muss gestehen, dass diese Geschichte mit 31 Seite eher länger ist und auch lange nicht so "offen" wie meine anderen Stories. Ihr werdet aber merken, dass es da eine andere Zeit gibt, in der die Geschichte spielt...

Download findet Ihr wieder unten im PDF. 

Ein Ausflug ins Tal der ersten Erfahrungen

 

Ich war pünktlich, wie es sich für einen wohlerzogenen jungen Mann gehört. Liz und ein weiteres sympathisch aussehendes Mädchen warteten bereits an der Haltestelle. „Das ist Rebecca", stellte mir Liz das Mädel vor. „Dorry und Isa steigen erst an der nächsten Station ein." 


Die Linie 1 kam prompt und wir stiegen ein. Wie prophezeit traten Dorothea und Isabella an der nächsten Haltestelle in die Bahn. Dorry hatte einen Rucksack dabei, den sie mir gleich in die Hand drückte. „Ich war wohl als der Packesel auserkoren. Kannst du das jetzt bitte übernehmen?" Sie lächelt mich schüchtern aber freundlich an. „Aber du bist ein sehr hübscher Packesel", kam es mir über die Lippen „Überhaupt, zwischen solch geballter Schönheit, komme ich mir wie das fünfte Rad am Wagen vor, oder die Dorne zwischen den Rosen." 
Die Mädchen kicherten und die Stimmung lockerte sich schlagartig auf. 

 

Wir fuhren fast 45 Minuten bis zur Endstation. Dabei gab es viel zu quatschen. „Liebst du eigentlich Liz?“, wollte Isa plötzlich wissen. „Ihr seid ja schon so lange zusammen. Sie spricht oft von dir."

"Ja. Schon. Ich weiß nicht, ob es Liebe ist. Ich habe damit keine Erfahrung. Aber etwas muss es wohl sein, denn ich fühle mich unheimlich gut, wenn sie bei mir ist, aber traurig und einsam, wenn nicht. Wenn du mit Liebe aber meinst, ob ich mit ihr schlafe? Nein, dazu liebe ich sie zu sehr, als dass wir es jetzt schon täten. Sie ist ja noch nicht Achtzehn. Auf alle Fälle küssen und schmusen wir.“ 


Liz wurde hübsch rot, bemerkte aber die freundlich bewundernden Blicke ihrer Freundinnen. "Wo kann man so einen Traummann wie Paul nur finden? Mich machen immer nur die vollen Ärsche an", fragte Rebecca zynisch. „Er hat mich nie angemacht. Eher umgekehrt. Ich habe ihn angemacht, bevor es eine Andere macht. Und ich rate Euch gut: lasst Eure gierigen Finger von ihm, sonst lernt ihr meine Krallen kennen!“ Damit erntete meine Liz freundliches Gelächter und ich bekam heiße Ohren.

 

„Und warum machst du von Frauen, dann solche Bilder ... du weißt schon. Liz hat es uns erzählt", hakte Isabella nach.

„Na dann wisst Ihr von ihr sicher auch, dass ich Fotograf werden will." Ich versuchte, ein ernstes Gesicht zu machen. „Also muss ich üben. Ihr Frauen seid nun einmal eindeutig das schönere Geschlecht. Was fragt Ihr da noch, ich fotografiere eben Frauen lieber und statt Männer."

„Ja, aber ..." mischte sich Dorry in das Gespräch. „…es müssen doch nicht gleich…", sie sah sich um, merkte dass keiner zuhörte, senkte trotzdem die Stimme und fuhr fort, „…nackte Frauen sein?“

 

Rebecca und Isa nickten. Liz sah gespannt aus. Heiliger Baldrian, hilf! Und dann fiel mir eine Erklärung meines Dads ein:„Gute Fotografie ist ernsthafte Arbeit. Man muss möglichst Alles von dem Gegenstand, den man ablichten will, wissen. Jedes Detail. Denn nur so kann man ein ihm gerechtes Bild machen. Man muss seine Schwächen, seine Vorteile, seine Nachteile und seine …", jetzt wurde ich leise und setzte grinsend hinzu: „... Geschlechtsteile kennen. Sonst gibt es kein gutes Bild. Das ist sogar noch mein kleines Problem. Ich kenne mich mit Frauen noch nicht so gut genug aus. Das kann zu Missverständnissen führen und im Ernstfall sogar zu derbem Ärger. Ich lerne noch. Und Ihr, wisst Ihr denn schon alles über Männer?"

„Ehrlich gesagt, nein,", gab Isa zu. „Mehr als das Wissen wie es geht oder gehen soll nicht... wir haben ja auch noch nicht …also, ich zumindest habe noch nicht. Ich denke aber, dass ich hier für die anderen Drei auch spreche."

„Ich habe noch nicht einmal Einen gesehen", sagte Dorothea leise.

„Mann oder…?“, veralberte ich sie.

„Nein. Doch ... ach, Ihr seid blöd."

 

„Dorry, es tut mir Leid", entschuldigte ich mich bei ihr.

„Ich weiß natürlich, was du meinst, aber ein wenig Spaß muss auch sein. Oder was meinst du?"

„Du bist wirklich so witzig, wie Liz immer erzählt", lächelte sie mich an. 

„Aber wie kannst du Liz lieben und andere Frauen fotografieren, Paul?“, lenkte Rebecca das Gespräch zurück auf die erste Frage. „Macht dich das nicht rasend vor Eifersucht?“, fragte sie dann Liz. 


Liz und ich schauten uns an. „Ich halte einfach Arbeit und Vergnügen auseinander. Ihr müsst es Euch so vorstellen: Wenn ein Schriftsteller einen Mord in aller Deutlichkeit schildert muss er wissen, wie das geht um glaubhaft zu sein. Er muss dazu aber nicht gleich jemanden ermorden. Ich muss mit meinen Kundinnen also auch nicht vorher ... ähm… Ihr wisst schon…“, versuchte ich zu erklären.

„Wie Paul schon sagte", bestätigte Liz. „…er hält Arbeit und Vergnügen auseinander. Ich habe mich innerlich mit seinem zukünftigen Beruf auseinander gesetzt. Mit Eifersucht komme ich da nicht weiter. Wenn er auch zukünftig nackte Frauen fotografiert, dann muss ich ihm einfach vertrauen oder ... mir einen anderen suchen. Das ist aber genau das, was ich nicht will. Um Paul zu behalten, würde ich weit gehen. Ich darf, zumindest bisher, alle Fotos, die er macht, anschauen. Da erkennt man sicher, ob es gefunkt hat. Hoffe ich irgendwie. Im Übrigen ist Paul danach immer besonders lieb und aufmerksam zu mir, um seine Treue zu zeigen. Dann ist er ein richtig lieber und braver Schatz."

„Wenn das so ist…!“, erkannte Isa.

„Ihr liebt Euch ja scheinbar wirklich“, bemerkte Dorothea.

„So habe ich das noch gar nicht gesehen", gestand Rebecca.

„Ich glaube, das Thema ist jetzt auch erschöpft", würgte ich jede weitere Diskussion ab. „Wir sind im Übrigen gleich da."

 

 

Fortsetzung im PDF.

Der Fotograf - Ein Ausflug ins Tal der ersten Erfahrungen
Eigentlich ist der Hauptcharakter noch kein richtiger Fotograf. Ohne zu viel zu verraten... Der Fotograf ist eher soft, aber dennoch durchtrieben. Wie seine vier weiblichen Begleiterinnen.
Sie alle begeben sich auf einen Ausflug ins Tal der ersten Erfahrungen...
Der Fotograf neu.pdf
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